Gaming-CPU: Tipps für den richtigen Prozessor für einen Gamer-PC (AMD oder Intel)

Grafik: Eigene Darstellung, enthält Bild von Pixabay (CC0) / PublicDomainPictures

Gaming-CPU - Ratgeber Prozessor

Stand des Prozessor-Ratgebers: Januar 2019
Neben der Grafikkarte macht vor allem eine flotte Gaming-CPU dem Gamer-PC ordentlich Beine.

Für die Auswahl des Prozessors für Deinen Gaming-PC solltest Du Dir ausreichend Zeit nehmen, da davon die Auswahl des Mainboards sowie weitere Komponenten abhängt.

Das Feld der CPUs wird von Intel und AMD dominiert.

Und AMD hat erst jüngst ein Revival gefeiert: Mit AMD Ryzen und AMD Ryzen Threadripper feiert der Hersteller die Rückkehr in das High-End-Segment, das zuvor Intel dominierte.

Tipps für einen guten Gaming-Prozessor in verschiedenen Preisklassen haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Gaming-Prozessor – Empfehlungen 2019

CPU: Empfehlungen High-End-Prozessor

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CPU: Empfehlungen Mitteklasse-Prozessor

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CPU: Empfehlungen Entry-Level-Prozessor

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AMD oder Intel: Eine Glaubensfrage?

AMD vs. Intel „prä-Ryzen“ (vor 2017)

Intel oder AMD, das war schon immer eine Frage, die die Gemüter spaltete. Doch bis zum Launch von AMD Ryzen fiel das Urteil relativ eindeutig ist.

Beide CPU-Hersteller hatten zwar eine treue Anhängerschaft („Fanboys“), so dass die Entscheidung für eine neue CPU oftmals keine reine Sachentscheidung war.

Davon abgesehen galt: Leistungsfähige (und teurere) CPUs gab es von Intel und günstige (aber weniger leistungsfähige) CPUs gab es von AMD. So war die vereinfachte Betrachtung.

Das hat sich geändert. Und zwar deutlich.

AMD vs. Intel „post-Ryzen“ (ab 2017)

AMD Ryzen erschien Anfang März 2017 und hat den CPU-Markt auf den Kopf gestellt.

Während wir bis dato tendenziell Gaming-Prozessoren von Intel empfohlen haben (wegen der besseren Leistung), spricht nun auch viel für AMD.

Nun gilt: Leistungsfähigsten CPUs haben sowohl Intel wie auch AMD im Lineup. AMD ist Benchmarks nun dicht daran. Und die neuen CPUs (Zen-Generation, AM4-Sockel) sind günstiger als viele Intel-Rivalen.

Mittlerweile gibt es für jeden Art von Gaming-PC (High-End, Mittelklasse, Entry-Level) sowohl eine Alternative für eine Gaming-CPU von Intel wie auch von AMD.

Die vorangegangen CPU-Generation (AMD Bulldozer CPUs, FX-CPUs, AM3+-Sockel) ist übrigens auch im Entry-Level nicht mehr empfehlenswert. Die Architektur ist in die Jahre gekommen.

Wer aktuell einen Gaming-PC zusammenstellen möchte, hat also mehr Wahlmöglichkeiten als noch vor ein paar Jahren.

Aktuelle CPU-Empfehlungen für einen Gamer-PC

High-End-Gaming-CPU – Intel Core i7-9700K

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Multitasking-CPU: AMD Ryzen 7 2700X

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Preis-Leistung: AMD Ryzen 5 2600

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Einsteiger-CPU: Intel Pentium G4560

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Technische Daten des Prozessors und tatsächliche Leistung

Als Gaming-CPUs noch Single-Core-Prozessoren waren, haben Hersteller die Leistung gesteigert, indem die Taktfrequenzen mit neuen Modellen erhöht wurde.

Bei diesem Ansatz wurde vor geraumer Zeit das technisch machbare Limit erreicht, weshalb sich bei aktuellen CPUs die Performance vor allem von der Anzahl der Prozessorkernen ableitet.

Allerdings spielt auch die Architektur des Prozessors eine große Rolle.

Neben den reinen CPU-Spezifikationen solltest Du Dir deshalb auch CPU-Benchmarks anschauen.

Wenn Du Dir unsicher zwischen zwei oder mehreren Prozessoren bist, ist z.B. das Portal CPUBoss sehr zu empfehlen.

Die Webseite hat einen eigenen Benchmark-Score, den CPUBoss-Score. Außerdem bekommst Du Benchmark-Ergebnisse von PassMark und CineBench angezeigt.

Gaming-Prozessoren sollten also nicht nur auf Basis der technischen Daten sondern auch auf Basis von echten Benchmark-Ergebnisse verglichen werden.

Tipps für optimale Gaming-CPU-Leistung

CPU-Lüfter: „Boxed“ oder selbst auswählen?

Fast jeder CPU-Hersteller bietet Prozessoren also sogenannte „Boxed“-Version an.

„Boxed“ bedeutet, dass Du den Prozessor inklusive CPU-Lüfter geliefert bekommst.

Eine „Boxed-CPU“ hat die folgenden Vorteile:

  • Der mitgelieferte CPU-Lüfter passt garantiert zum Gaming-Prozessor.
  • Der Preis ist sehr günstig (geringer Aufpreis für die „Boxed“-Version)

Willst Du ins Overclocking einsteigen, einen flüsterleisen Gaming-PC haben oder hast Du spezielle Anforderungen an den CPU-Lüfter, macht es hingegen Sinn, den Lüfter selbst auszuwählen.

Hier hast Du einfach mehr Auswahl.

Overclocking: Willst Du Dir eine CPU-Übertaktung offen halten?

Schon beim Kauf von einem neuen PC-Prozessor solltest Du Dir überlegen, ob Overclocking für Dich ein Thema ist.

Das hat nämlich Auswirkungen auf die Kaufentscheidung.

Bei Intel-CPUs musst Du z.B. für Overlocking zu den „K“-Modellen greifen.

Auch beim Mainboard und dem CPU-Lüfter muss darauf geachtet werden, dass die Prozessor-Übertaktung möglich ist bzw. Spielraum dafür besteht.

CPU-Upgrade: Wie wichtig sind Sockel und Zukunftsfähigkeit?

Vor dem Kauf einen Blick auf die Prozessorgeneration zu Werfen, macht Sinn.

Meist geben Prozessor-Hersteller schon viele Monate vor der Einführung neuer CPUs einen Wink, ob gleichzeitig ein neuer Sockel und Chipsatz eingeführt wird.

Das ist eine wichtige Information.

Setzt Du heute auf einen Sockel, für den Intel oder AMD angekündigt haben, dass er bald nicht mehr mit neuen Prozessoren versorgt wird, schränkt das die Möglichkeiten für ein späteres CPU-Upgrade deutlich ein.

Preis-Leistung: Abnehmender Grenzertrag bei CPUs

Was Du bei der Anschaffung beachten solltest: High End Prozessoren wie der Intel Core i7-9700K oder AMD Ryzen 7 2700X warten mit beindruckenden Performance-Werten auf.

Grundsätzlich gilt aber: Ab Mittelklasse-CPUs nimmt der Vorteil je zusätzlich investiertem Euro ab.

Einerseits können aktuelle Game-Titel nicht immer die gesamte Leistungsfähigkeit des Prozessors abrufen.

Andererseits limitieren andere Faktoren wie die Bandbreite des Arbeitsspeichers und der maximal mögliche PCIe-Datendurchsatz die tatsächliche Performance.

Unbedingt zu beachten bei der Auswahl der Gaming-CPU

Eine neue Gaming-CPU muss zu bestehenden Systemkomponenten passen.

Besonders wichtig ist die Abstimmung der CPU auf folgende PC-Komponenten:

  • Mainboard: Das eingesetzte Gaming-Mainboard muss den richtigen Sockel, einen geeigneten Chipsatz und ein kompatibles BIOS haben. Im Zweifelsfall findest Du auf den Hersteller-Webseiten eine Liste mit kompatiblen CPUs.
  • CPU-Lüfter: Oftmals unterschätzt – Gaming-CPUs produzieren viel Abwärme. Hier solltest Du einen passend dimensionierten CPU-Lüfter wählen. Eine gute Alternative sind auch Wasserkühlungen oder Flüssigkeitskühler.
  • Arbeitsspeicher: Frühere AMD CPUs (Sockel AM3+) z.B. setzten noch auf DDR3-RAM. Aktuelle CPUs von Intel und AMD arbeiten mit DDR4-RAM.

Kurzum muss der Prozessor gemeinsam mit anderen PC-Komponenten ausgewählt werden.

Hier geht es einerseits um die reine Kompatibilität, andererseits jedoch auch darum, wie gut die einzelnen PC-Komponenten aufeinander abgestimmt sind.

mm
Patrick
Hallo bei Gaming Rigs! Ich bin Patrick. Mein erster „Gaming-PC“ war ein 386er mit MS DOS und seitdem fasziniert mich Hardware. Deshalb schreibe ich hier vor allem zu Komponenten und Technik.